Überschrift: Allgemeine Informationen

Titel: «Ästhetik und Glaube» - Ökumenischer Gottesdienst zur Einweihung einer Galerie
Ein Gottesdienst von Pfarrer Franz Klappenecker und Pfarrer Matthias Riemenschneider, veröffentlicht am 24.04.2009.

Kurzbeschreibung: Ökumenischer Gottedienst zur Eröffnung der Galerie Stihl in Waiblingen am 1. Juni 2008. Mitwirkende: Pfarrer Franz Klappenecker, Xenia Mauch, Reinhart Matthies, Pfarrer Matthias Riemenschneider, Oberbürgermeister Hesky, Bläser aus den Posaunenchören der Gemeinden Neustadt, Hegnach, Hohenacker und Beinstein (Leitung: Gertraud Bindel)

Themen-Schlagworte: Ästhetik, Einweihung, Glaube, Kunst, Schöpfung

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Gottesdienstablauf

Eingang
Musikalisches Vorspiel

Trinitarischer Gruß

Begrüßung

Ein herzliches Grüß Gott an diesem hellen Morgen. Anders als gewohnt haben wir uns nicht in sakraler Atmosphäre versammelt, sondern mitten in der Stadt vor der neuen Galerie und der Kunstschule, wo einst die Häckermühle geklappert hat. Ganz gewiss eine wunderbare Leistung - aber nicht nur die Leistung des Architekten und aller, die daran geplant, gebaut und gespendet haben, sondern auch ein Werk des Geistes Gottes. Er ist es auch der uns hier ökumenisch zusammengebracht hat, um Gott durch unser menschliches Schaffen und Wirken Dank und Ehre zu geben.

Eingangslied

Tut mir auf die schöne Pforte, EG 166, 1-4

Psalm

Psalm 8 (Nr. 705) versweise gesprochen / «Ehre sei dem Vater» gesungen

Eingangsgebet

Gott,
du handelst durch Menschen
und du trägst die Geschichte ihres Lebens.
Du vertraust ihnen
deine Schöpfung an.
Frauen und Männer
lassen sich rufen
von deinem Wort,
lassen sich bewegen
von deiner Kraft.
Gott,
wir bitten dich, mach glaubwürdig,
was in deinem Namen unter uns laut wird.
Hilf, dass alle,
die dein Wort verkünden,
nicht Steine anbieten, sondern gutes Brot;
nicht fordern, sondern schenken.
Sei du unter uns,
dass wir uns leiten lassen von deiner Liebe
in unserem Singen und Beten,
Reden und Schweigen.
Amen.

Stilles Gebet

Verkündigung
Lesung

1. Mose 1, 26 bis 2, 4a (deutsch und griechisch)

Lied

Nun danket alle Gott, EG 321, 1-3

Dialogpredigt

(Predigttext: 1. Mose 1, 26 bis 2, 4a)

I. Gott als Schöpfer

Sprecher 1: Mein lieber [Name Sprecher 2], nun stehen wir zwei hier -fast- unter freiem Himmel und zelebrieren einen Gottesdienst zur Eröffnung von zwei ganz weltlichen Gebäuden. Wenn ein kommunales Gebäude seiner Bestimmung übergeben wird, warum feiern wir aus diesem Anlass einen Gottesdienst? Für mich als Protestanten ist das doch erst mal ziemlich fremd.

Sprecher 2: Lieber [Name Sprecher 1], ich denke manchmal darf auch unsere ganz weltliche Welt zur Basilika werden. Erst an Fronleichnam haben wir auf dem schönen Marktplatz um Frieden und um Gottes Segen gebetet für diese Stadt und unser Land und unsere Welt. Nun sind in unserer Stadt die beiden beeindruckenden Gebäude entstanden, die uns den Rahmen geben für unsere Feier. Grund genug, dass wir darum bitten, dass die neuen Räume Segen vermitteln für alle die hier ein und ausgehen.

Sprecher 1: Na gut, uns Protestanten kann es nicht schaden, wenn wir uns manchmal stärker der Wurzeln unseres christlichen Glaubens bewusst sind, die in Eurer Tradition besser bewahrt sind, als bei uns. Wie es Euch nicht schaden kann, wenn Ihr manchmal mehr von der Freiheit eines Christenmenschen Gebrauch macht. Aber Hand aufs Herz, Gefallen Dir eigentlich diese Gebäude?

Sprecher 2: Wie zwei überdimensionierte Flusskiesel liegen sie am Ufer der Rems. Die architektonische Verbindung von Glas und Beton neben den alten Häusern der Weingärtnervorstadt ist schon gewöhnungsbedürftig. Wenn ich es mir genauer anschaue, spüre ich ein Interesse. Eine Neugier wächst in mir, genauer hinzuschauen. Ich entdecke eine Schönheit, die mich in den Bann zieht. Das kann ich doch auch theologisch weiterdenken: Gott hat uns seine Schöpfung ja nicht übertragen, dass wir über die Erde herrschen, sondern dass wir in ihr die Schönheit entdecken. Und in der Schönheit der Schöpfung können wir den Schöpfer selber erkennen. Besonders ein Element der Schöpfung haben sich die Baumeister dieser zwei Gebäude zu eigen gemacht. Mir fällt ein, welcher Schauder mich ergriffen hat bei Haydn’s Schöpfung an der Stelle, wo Gott sprach: Es werde Licht! Darauf die Antwort: Und es ward Licht! Das Licht, das nachts hier ausstrahlt, es ist einfach schön!

Sprecher 1: Der Gedanke gefällt mir. «Schönheit», so hat mal jemand gesagt, «ist die Gestalt gewordne Liebe». Das gilt ganz sicher auch für Gottes Liebe. Es kommt darauf an, dass wir diese Liebe wahrnehmen und in uns aufnehmen. «Ästhetik» bedeutet ja eigentlich «sinnliche Wahrnehmung». Dass wir mit unseren fünf Sinnen die Welt um uns herum wahrnehmen, ist eine wichtige Schöpfungsgabe. Glaube entsteht ja nicht zuletzt aus dem wachsamen Hören und Sehen, denn Gott offenbart sich uns ja nicht nur in unserer Innerlichkeit, sondern in vielen Begebenheiten, wo wir ihn sehen, hören oder fühlen können.

Sprecher 2: Im Anfang des Johannes-Evangeliums heißt es: Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Wir haben seine Herrlichkeit gesehen. ...

Sprecher 1: ... Und für ‚Herrlichkeit’ kannst Du genauso gut ‚Schönheit’ sagen. Im Hebräischen Urtext steht für Schönheit und Herrlichkeit das gleiche Wort. [kabod]

Sprecher 2: Ja, und diese Schönheit sollen wir mit unseren Augen sehen, mit unseren Ohren hören und mit unseren Händen betasten. So zieht der erste Johannesbrief gleich im 1. Vers seine Konsequenz: was wir gehört, gesehen, angefasst haben - das muss unter die Leute kommen.

Sprecher 1: Ja, das ist gut biblisch-reformatorische Theologie. Aber ich möchte noch mal eine ganz ketzerische Frage stellen: Was würde eigentlich Dein Namenspatron der heilige Franziskus von Assisi zu diesen Gebäuden hier sagen. So ästhetisch die Architektur auch gestaltet ist, sie sind doch auch ein Stück weit eine Demonstration von Reichtum und Macht. Insgesamt wurden mehr als acht Millionen Euro ausgegeben, um dieses Ensemble zu erstellen.

Sprecher 2: So ketzerisch finde ich diese Frage nicht. Bei dieser Summe ist eine kritische Nachfrage durchaus berechtigt. Können wir das verantworten? Mein Lieblingsheiliger hat sich einen Namen gemacht nicht im Ausgeben – sondern im Hergeben. Mich beeindruckt seine Konsequenz, aber gleichzeitig seine große Freiheit. Dort wo Menschen in ihrem Schaffen sich nicht selbst einDenkmal setzen, sondern Gottes schöpferische Kraft aufleuchten lassen, stimmt die Einstellung.

Sprecher 1: «Soli Deo Gloria» haben unsere Vorfahren über alles geschrieben, was sie getan haben. Und von diesem großen Lichtschein fiel dann auch ein bisschen für ihre irdische Existenz ab. Wir waren eben bei Franziskus: Ich höre den Sonnengesang, der dem Heiligen Franz zugeschrieben wird. Dieser Sonnengesang ist ein Lob der Schöpfung, die so wohlgeordnet und schön ist. Und ich stelle mir die Frage, kann etwas nicht einfach nur Freude machen, ohne auch einem bestimmten Zweck dienen zu müssen – und sei dieser Zweck nun sozial, pädagogisch oder religiös?

Sprecher 2: Nicht umsonst lässt der Sonnengesang jede Strophe enden «Gelobt seist du mein Herr». Meisterhaft klingt dieser Gedanke in der Sprache des 139. Psalms «Du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoss meiner Mutter. Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast.» Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke. Staunenswert auch was dieses Geschöpf Mensch selber geschaffen hat und schaffen kann.

II. Der Mensch mit seinen Gaben

Sprecher 1: Die Psalmen sind wunderbare Texte in einer wunderbaren Sprache geschrieben. In Psalm 8, den wir zu Beginn unseres Gottesdienstes gebetet haben, ist das Staunen über die Schönheit verbunden mit der Erkenntnis, dass Gott uns ja auch zu seinem Ebenbild geschaffen hat. Diese Ebenbildlichkeit ist die Quelle unserer Kreativität. Ich verstehe diesen Psalm so, dass hier auch eine wunderbare Freiheit begründet ist. Die Freiheit, eigenes zu (er-) schaffen und selber kreativ zu sein.

Sprecher 2: Ja, das sehe ich auch so. Und ich würde noch weitergehen und sagen, unsere menschliche Kreativität verweist auf den Creator zurück, hin auf den Schöpfer. Der menschliche Künstler weist auf den göttlichen Künstler

Sprecher 1: Und dann sind wir bei Salvatore Dali, der sich in seinem künstlerischen Schaffen als Gott verstanden hat. Diesem Missverständnis hat schon die Bibel widersprochen, in dem sie nämlich im Urtext für das göttliche Schaffen ein anderes Verb gebraucht als für das menschliche Schaffen und so einen feinen, aber doch klaren Unterschied zwischen den von Menschen geschaffenen Werken und den von Gott geschaffenen Werken macht. [bara]

Sprecher 2: Aber dieser Unterschied macht das schöpferische Handeln des Menschen nicht kleiner. Gott hat doch schließlich an Adam die Aufgabe übertragen, den Tieren ihre Namen zu geben. Eine höchst kreative Arbeit. Und damit hat Gott einen Teil seines Schöpferhandelns an den Menschen abgegeben.

III. Die menschlichen Gaben entwickeln

Sprecher 1: Ja, stimmt. Und auch dieser Gedanke lässt sich noch theologisch weiterentwickeln. Die kreativen Fähigkeiten, die der Mensch ja auch nach dem Sündenfall behalten hat, versetzen ihn in die Lage, seine Umwelt zu bearbeiten und zu gestalten. Kreativität ist also die erste Voraussetzung für das, was im weitesten Sinne die Entwicklung der menschlichen Kultur bestimmt.

Sprecher 2: Da sehe ich für Christen eine besondere Aufgabe und Verantwortung. Nämlich die Liebe Gottes, die in sie eingepflanzt ist, nicht für sich zu behalten, sondern diese Liebe in ihrem Handeln wirken zu lassen. Ich finde, das hat auch etwas mit Kunst und Ästhetik zu tun.

Sprecher 1: Ich möchte noch mal auf Adam zurückkommen. Gottes Schöpferhandeln verleiht ihm die Fähigkeit, Dingen die da sind, einen Namen zu geben. Er deutet und interpretiert damit die Wirklichkeit – und eignet sie sich auf diese Weise an. Das ist nicht nur ungemein kreativ, sondern auch ein künstlerischer Akt. Und so verstehe ich auch Kunst: Kunst hat die Fähigkeit, eine Wirklichkeit zu beschreiben, auch eine Wirklichkeit, die erst einmal unsichtbar ist, weil unsere Gefühle und inneren Empfindungen oft keine konkrete Gestalt haben.

Sprecher 2: Das sehe ich ebenso. Ein gutes Kunstwerk entsteht aus einer inneren Bewegung und ist in der Lage, beim Betrachter auch etwas in Bewegung zu setzen. Kunst ist nicht einfach nur ein leeres Abbild, sondern hilft, etwas zu erkennen, was mit Worten nur schwer auszudrücken ist. Kunst hilft hinter die Dinge zu schauen und kann uns damit auch die Perspektive auf Gott eröffnen, der vielfach unser Leben begleitet.

Sprecher 1: Moderner Kunst wird ja oft der Vorwurf gemacht, sie sei hässlich, oder in ihren Motiven unverständlich – oder gar banal. Das wurde ja auch in den letzten Tagen und Wochen im Zusammenhang mit der Ausstellungseröffnung immer wieder geäußert. Und gerade William Turner als Landschaftsmaler hat festgehalten, was er sieht und wie er es sieht! Und all dies, was der modernen Kunst vorgeworfen wird, ist doch eigentlich ein Spiegel unserer gesellschaftlichen Realität. Ich hoffe, dass gute Kunst uns in die Lage versetzt, weiterzuschauen. Weiterzuschauen, das wir im Licht der Liebe Gottes das hässliche und banale erkennen und verändern können.

Sprecher 2: Dieser Gedanke gefällt mir. Er lenkt den Blick weg von dem Anspruch, das Kunst immer nur schön oder gefällig zu sein habe. In der Widerspiegelung unserer gesellschaftlichen Realität hat Kunst auch etwas Sperriges und Widerständiges. Unser Leben ist nun mal in vielen Dingen nicht einfach zu verstehen oder plakativ zu beschreiben. Die Entwicklung von künstlerischen Fähigkeiten, wie sie ja die Aufgabe der Kunstschule ist, bekommt dann auch den Aspekt, die Wahrhaftigkeit der Sinne zu schärfen und damit unserer Urteilsfähigkeit eine Orientierung zu geben.

Sprecher 1: Dahinter zuschauen hast du das eben genannt. Dahinter zuschauen und zu erkennen, wie die Dinge wirklich sind. Und damit können uns durch die Kunst auch Spuren gewiesen werden, das Geheimnis des Menschen, ja das Geheimnis der Welt und des Lebens zu erkennen...

Sprecher 2: ...Und all dies enthält letztlich einen Hinweis auf das Geheimnis des lebendigen Gottes.

Sprecher 1: Wir leben ganz oft von dem, was wir nicht durchschauen können, was aber doch Wirklichkeit in unserem Leben ist – und von dem wir oft zehren.

Sprecher 2: Auf einer Bergwanderung habe ich mal den Satz auf einem Gipfelkreuz gelesen: «Viele Wege führen zu Gott, und einer führt über den Gipfel! In Anlehnung an diesen Satz würde jetzt formulieren: «Viele Wege führen zu Gott, und einer führt über die Kunst.»

Sprecher 1: Ja - ein treffenden Satz. In unserem christlichen Glauben bemühen wir uns darum, einen Blick für das Wirken des lebendigen Gottes zu bekommen, der unser Leben begleitet. Ich glaube, alles künstlerische Schaffen, auch da wo es erstmal unverständlich oder hässlich erscheint, ist von der Suche nach dem bestimmt, was hinter der Fassade liegt – und drückt die Sehnsucht aus, das Heile und Vollkommene zu sehen. So sind eigentlich Kunst und Glaube – jedes auf seine je eigene Weise – , aber doch auf der gleichen Spur unterwegs. Ich finde es gut, dass wir mit der Eröffnung der Galerie und Kunstschule ein Gespräch beginnen. Vielleicht gelingt es uns ja, dieses Gespräch in den nächsten Jahren weiterzuführen und zu vertiefen.

Sprecher 2: Nun hast du selber die Antwort auf Deine Frage vom Anfang gegeben, warum wir hier einen Gottesdienst zur Eröffnung von zwei kommunalen, aber damit noch lange nicht rein weltlichen Gebäuden feiern. Menschliche Kunst und Kreativität weist auf den Schöpfer dieser Erde hin und ist damit eine wichtige Voraussetzung für das Gotteslob. Und Du weißt doch, schon in der Bibel ist das Gotteslob der Ort, an dem sich der Heilige Geist niederlässt. Und vielleicht ist es gut, wenn wir an dieser Stelle mit dem Reden aufhören und gemeinsam das große Gotteslob miteinander singen.

Lied

Großer Gott wir loben dich, EG 331, 1-2 + 10-11

Gebet & Segen
Fürbittengebet

Guter Gott, ein großes Werk ist vollendet. Viele haben gedacht, geplant, entschieden, gearbeitet mit Kopf und Hand und Fuß. Dankbar sind wir dafür.

Höre, wenn wir dich bitten:

1. Sprecher: Viele Menschen haben zusammengewirkt, damit dieses Bauwerk entstehen konnte. Viele sind mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Viele haben durch ihre Unterstützung das alles erst möglich gemacht. Lass uns dankbar werden, dass menschliche Kraft und Phantasie und das Zusammenwirken vieler dies möglich gemacht haben.

2. Sprecher: Die Galerie Stihl Waiblingen und die Kunstschule Unteres Remstal und dieser ganze Bereich zwischen Stadtmauer und Rems sind nun fertig gestellt. Wir danken Dir für einen unfallfreien Bauablauf. Hier sollen sich viele Menschen gerne aufhalten, sich wohl fühlen und Heimat finden. Wir bitten Dich um Deinen Schutz für die Menschen und die Gebäude.

(kurzes Innehalten)

Seit vielen Jahren besuchen viele Menschen jeden Alters die Kunstschule. Wir bitten Dich, dass auch in dieses neue Haus der Kunstschule Kinder, Jugendliche und Erwachsene gerne kommen und mit Freude und Zufriedenheit kreativ tätig sind und ihre Talente entdecken.

Gemeinsam rufen wir zu dir:
Antwort der Gemeinde: Kyrie eleison (gesungen)

3. Sprecher: Viele Menschen werden hier ein und ausgehen, begleitet von Fachleuten, die ihnen den Weg zum Geheimnis der Kunst ebnen helfen. Gib ihnen Verständnis für Jung und Alt, ihre Fragen und Zweifel. Schenke ihnen eine Sprache, die die Menschen verstehen und lass so die Kunst zur Brücke werden zwischen den Generationen, Nationalitäten und Kulturen.

(kurzes Innehalten)

4. Sprecher: Viele Kinder und Schüler werden hier einen Zugang suchen zur Sprache und zur Botschaft der Kunst, zu ihren Fragen und auch Herausforderungen. Gib ihnen offene Augen, einen weiten Blick und ein Herz, das hinter die Oberfläche zu schauen wagt.

Gemeinsam rufen wir zu dir:
Antwort der Gemeinde: Kyrie eleison (gesungen)

1. Sprecher: Die Kultur gibt dem Menschen seine Würde. Wir bitten Dich, gib den Verantwortlichen der Galerie und Kunstschule Ideenreichtum, den Blick für die Bedürfnisse der Gesellschaft und Mut, ihre Aufgabe zu erfüllen und schenke uns allen den Blick für das Wesentliche, damit wir jeden Tag aufs Neue erkennen, was wichtig ist.

(kurzes Innehalten)

Die Ausbildung von Kindern und Jugendliche, das Wecken von Neugier und Forscherdrang ist wichtig und unsere Gesellschaft ist auf gut ausgebildete, engagierte und interessierte Menschen angewiesen. Wir bitten Dich, für die beiden vor wenigen Wochen bei der Kinder-Uni verletzten Kinder. Schenke den Kindern Heilung und gebe ihren Familien Kraft, sie auf ihrem Weg zu begleiten und zu stützen.

Gemeinsam rufen wir zu dir:
Antwort der Gemeinde: Kyrie eleison (gesungen)

2. Sprecher: Junge Stadt in alten Mauern, Sprache der Architekten von heute neben den Silhouetten der Jahrhunderte davor. Lass uns dankbar bleiben für die Werke der Vergangenheit. Gib uns Mut auch heute und morgen dieser Stadt unser Gesicht zu geben in Verantwortung vor der Vergangenheit und der Zukunft.

3. Sprecher: Heute Nachmittag werden zwei neue Feuerwehrfahrzeuge in den Dienst gestellt. Wir bitten Dich, begleite die Frauen und Männer der Feuerwehr bei ihren Einsätzen, lasse sie erfolgreich Hilfe leisten, Menschen retten und Sachwerte schützen und lass sie vor allem wieder gesund in das Magazin und zu ihren Familien vom Einsatz zurückkehren.

4. Sprecher: Viele Menschen sind in unserer Stadt daheim. Andere sind fremd und haben keine Wurzeln. Lass alles, was hier geschieht, beitragen, dass Heimat wachsen und bewahrt werden kann.

Gemeinsam rufen wir zu dir:
Antwort der Gemeinde: Kyrie eleison (gesungen)

Großer Gott, den Anfang der Schöpfung hast Du gemacht. Unseren Dank und unsere Bitten und alles, was auf unserem Herzen liegt, nehmen wir mit in die Worte, die Jesus uns gelehrt hat .

Gemeinsam beten wir:
Vaterunser...

Lied

Bewahre uns Gott, EG 171, 1-4

Segensgebet

Gütiger Gott, wir danken dir, dass wir die Fertigstellung der Galerie Stihl und der Kunstschule festlich begehen können. Wir danken dir für alle, die ihren Teil dazu beigetragen haben. Es sind viele. Wir danken dir, dass Menschen aller Generationen und Herkunft hier einander begegnen und miteinander schaffen und wirken können. Wir bitten dich, halte deine segnende Hand über diese Häuser. Sei allen die hier ein- und ausgehen jederzeit nahe.

Segne du das, was Menschen geplant und geschaffen haben.
Segne diese Häuser und lass sie mit allem was hier geschieht zum Segen werden für unsere
Stadt und die Menschen in ihr. Frieden sei diesen Häusern.
So bitten wir durch Christus unseren Herrn.

Aaronitischer Segen

Der Herr segne Euch und behüte Euch.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Euch
und sei Euch gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf Euch
und gebe Euch Frieden.

Gemeinde: Dreifaches Amen (gesungen)

Musikalisches Nachspiel